Eröffnungsrede 15.11.2019

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Hier die Eröffnungsrede des 1. Vorsitzenden Frank Marx zur Demo gegen die Dialogveranstaltung der Afd in Radevormwald zum nachlesen
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Hallo Freunde !!!!

Ich bin stolz Euch heute hier auf dem Marktplatz von Radevormwald , im Namen des Runden Tisches gegen Rechts und der Radevormwalder Bürger begrüßen zu können.

Jeder einzelne hier verdient unseren Respekt und unsere Achtung vor den Beweggründen dieser Zusammenkunft.

Ihr meine Freunde seid es, die jetzt und hier unser Land, unsere Gesellschaft und unsere demokratischen und freiheitlichen Grundsätze verteidigen.

Radevormwald ist bunt und nicht braun, ich sehe ihr habt heute viele Fahnen mit gebracht.

Lasst sie heute Radevormwald noch bunter machen !!!

Wir sollen mit unserem Protest keinen stören, habe ich gehört, aber Freunde mal ehrlich, Protest darf und muß stören wenn er in Erinnerung bleiben soll. Also könnt Ihr auch laut sein ???

Lasst mal hören !!!!

Wir werden heute der braunen Suppe und der AFD sagen wo wir sie sehen wollen. Am Ortsausgangsschild und noch viel weiter weg von Radevormwald.

Wir sind heute hier, unsere kleine Stadt vor dem Eindringen nicht nur faschistischem Gedankengutes, sondern aktiver faschistischer Politik zu schützen.

Radevormwald hat, mit ehrlichem Auge betrachtet, keine schöne Geschichte, was den Nazionalsozialismus und das Rechte Gedankengut der Nachkriegszeit betrifft.

Gut in Erinnerung ist jedem schmerzhaft die Erfahrung eines sog. Freundeskreis Radevormwald .

Und auch wenn in unserem Rat seit Jahrzehnten schon faschistoide Politiker sich an unseren Steuergeldern erfreuen, so ist das kein Grund diese Stadt und seine Politik aufzugeben, vielmehr ist das genau der Grund, warum wir heute aufstehen müssen und Flagge zeigen, gegen die Gefahren, welche sich die Kunst, der Bildung, der Kultur, der Demokratie und am Ende vor allem unserer freiheitlichen Gesellschaft entgegenstellen.

Wir wollen hier keine Politik welche die Künste auf wirtschaftliche Ökonomie beschränkt,

wir wollen keine Politik, welche die Bildung von der Geschichte unseres Landes entfremdet,

wir wollen keine Politik, welche die Errungenschaften unsere Gründerväter mit Füßen tritt,

wir wollen keine Politik, welche die Demokratie als Spielball für ihre größenwahnsinnigen Ideen missbraucht.

Und wir wollen keine Politik, welche unsere freiheitlichen Grundrechte, unsere Würde und unsere Toleranz allen Menschen gegenüber mit Pseudophobien und Hass durchsetzt.

Wir wollen in Freiheit und gegenseitiger Toleranz gemeinsam friedlich in die Zukunft gehen und uns konstruktiv, gemeinschaftlich den Herausforderungen unsere Zeit stellen.

Diese Menschen, welche sich noch hinter dem dünnen Vorhang einer scheinbar demokratischen, liberalistischen Partei verbirgt, haben wir, die wir heute hier versammelt sind, als das erkannt, was sie wirklich sind:

Menschenverachtende Neofaschisten die keine Würde kennen und gnadenlos über alle Andersdenkenden und Anderslebenden hinwegsteigen werden.

Geben wir ihnen nicht die Gelegenheit dazu!

Sagen wir Ihnen

NEIN, wir wollen euch nicht.

Zeigen wir ihnen

das wir als eine Gemeinschaft über die Grenzen von Glauben und Lebensansichten hinweg zusammenstehen.

Zeigen wir ihnen

das sie nicht obsiegen, wir stehen hier. Wir sind das Volk und wir sind bunt und nicht braun !!!!

Heute wollen wir zeigen das ein Protest friedlich aber laut sein kann

Heute wollen wir zeigen das die ganze Region zusammensteht wenn es darum geht bunt und nicht braun zu sein.

Ich danke allen teilnehmenden Organisationen, Kirchen und Parteien aus dem Oberbergischen und Remscheider Bereich und wo auch immer ihr herkommt für euer kommen und uns allen ein friedlichen und erfolgreichen Tag.

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