Über uns

Was sind die zentralen Ziele des Runden Tisches?

Wir wollen erstens keine Politik, die Migranten und Ausländer diskriminieren und
sogar aus unserer Gesellschaft ausschließen will. Wir wollen zweitens keine Politik, die religiöse, ethnische und sexuelle Minderheiten ausgrenzen und bekämpfen will. Dies knüpft direkt an Ziele des Nationalismus an. Denken wir vor allem an die Verfolgung der Bibelforscher, von Roma und Sinti und der Homosexuellen, die auch in Konzentrationslagern eingeliefert wurden. Die letzten beiden Gruppen stehen auch heute noch im Fokus rechter Politik. Der Runde Tisch will stattdessen eine Politik der Toleranz, die sicherstellt, dass solche Gruppen bei uns in Frieden leben können und ihr Anderssein toleriert wird!

Wir wollen drittens keine Politik, die pauschal Kultur und Religion des Islam bekämpft. Den dem Islam zugehörigen Menschen wird die freie Religionsausübung in Frage gestellt, entgegen dem Grundgesetz Artikel 4, in dem es heißt: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltveranschaulichen Bekenntnisses sind unverletztlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“

Wir wollen viertens keine Politik, die das Wiederaufleben des National- sozialistischen Gedankenguts fördert. Die Historiker und die Älteren unter uns haben nicht vergessen, dass es in Radevormwald unmittelbar nach der Machübernahme 1933/34 eine „Hochstimmung“ im Sinne der Nationalsozialisten gab, dass über 200 NS-Gegner hier verhaftet und/ oder misshandelt worden sind, dass viele davon in das Konzentrationslager Wuppertal-Kemna kamen und dort inhaftiert und gequält wurden, dass in unserer Nachbarschaft noch am 13. April 1945 in der Solinger Wenzelnbergschlucht von der Gestapo Morde an 71 wehrlosen Gefangenen begangen wurden, dass es auch in unserer Stadt eine zum Teil inhumane Behandlung von Zwangsarbeitern gab.

Es gab aber gleichzeitig auch eine andere Seite, nämlich die des Verständnisses und der Hilfe für manche Verfolgte des Nationalsozialismus und die des Widerstandes. Diesen Traditionen fühlen wir uns in die Gegenwart hinein verpflichtet.